Achtung!

die folgenden Informationen ersetzen NICHT die Teilnahme
an Erste-Hilfe-Kursen mit praktischen Übungen!!!

Herz-Lungen-Wiederbelebung bei Atem- und Kreislaufstillstand beim Erwachsenen


Stand 01/2012
Maßnahmen als Videosequenzen zum Ansehen (1,2 bis 5,2 MB; XVID-Komprimierung: Link zur Codec-Datei)

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Bewusstlosigkeit feststellen

  • Person laut ansprechen: keine Reaktion
  • anfassen z.B. an den Schultern ruckeln keine Reaktion
  • laut "Hilfe" rufen weitere Helfer gewinnen für parallelen NOTRUF 112


sehen

hören

fühlen

Atemkontrolle

  • Atemwege frei machen!
    Fremdkörper aus Mund entfernen / Kopf nach hinten neigen und Kinn anheben
  • Atemkontrolle
    • Kopf nach hinten geneigt und mit angehobenem Kinn festhalten, Richtung Fußende blicken (so Brust und Bauchraum überblicken) um Atembewegungen sehen zu können
    • Dicht über Mund und Nase des Patienten hören, ob Atemgeräusche zu hören sind
    • Über die Wangenhaut den feuchten, warmen Atem fühlen
  • Keine normale Atmung = kein ausreichender Kreislauf oft sind die Patienten bläulich angelaufen.
  • NOTRUF 112 möglichst durch einen anderen Helfer
Bei vorhandener, normaler Atmung: Stabile Seitenlage, siehe unten

Herz-Druck-Massage (HDM)


Umgehend mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung beginnen.
  • Patient auf fester Unterlage
  • Oberkörper frei machen

Druckpunkt finden

  • Druckpunkt in der Mitte der Brust (gedachte Linie zwischen den Brustwarzen, auf dem Brustbein) suchen.
  • Dicht am Patienten kniend beide Hände, senkrecht mit durchgedrückten Ellenbogen, auf den Druckpunnkt legen.

Kompressionen

Brustkorb des Patienten 30 Mal komprimieren. Wichtig
  • Nach jeder Kompression wieder voll entlasten, die Hände bleiben aber auf dem Brustkorb liegen
  • Handballen des Helfers sind die Druckfläche, dazu beide Hände übereinander nehmen (ums Handgelenk greifen oder in die Finger fassen)
  • Kompressionsfrequenz: ca. 100 Kompressionen pro Minute(~ 1,5 x pro Sekunde)
  • Kompressionstiefe: ca. 5-6cm
  • Es kann unvermeidbar vorkommen, dass hierbei Rippen brechen.

Mund zu Nase Beatmung

2 Mal in die Nase das Patienten so viel beatmen, wie man selber normal ausatmet.
  • Dazu die Nase des Patienten mit dem eigenen Mund wie eine Glocke dicht umschließen.
  • Der Kopf des Patienten muss dabei nach hinten geneigt sein und so gehalten werden
  • sein Unterkiefer ist angehoben
  • und der Mund geschlossen
  • Die passive Ausatmung des Patienten kann man nach der Beatmung hören.

Mund zu Mund Beatmung

Es kann alternativ auch bei zugehaltener Nase 2 Mal in den Mund des Patienten beatmet werden Mund zu Mund
Beatmung Diesen Wechsel von 30 Brustkorb-Komprimierungen (HDM) und 2 Beatmungen so lange durchführen, bis der Patient Lebenszeichen zeigt (Atmung setzt ein, er bewegt sich) oder man sich von anderen Ersthelfern oder dem Rettungsdienst ablösen lassen kann.
Bei vorhandener normaler Atmung patienten in die stabile Seitenlage bringen.

Eine Schnappatmung, wie bei einem "Fisch auf dem Trockenen" oder eine minimale flache Atmung ist keine ausreichende Atmung, dann HLW
Copyright: ASB Bad Lauterberg 2012, D. Schwarz
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